The story about Mooka…

… Mooka…

Ich zeichne jetzt seit dem März 2017 und es gibt kein Muster, mit dem ich so kämpfen musste, wie mit Mooka.

Mooka taucht regelmäßig in meinen alten Zeichnungen auf. Ich fand es immer toll. Aber ich konnte keinen richtigen Zugang zu diesem Muster bekommen. Mooka vereinte alles das, was mir bei Zentangle Schwierigkeiten bereitet.

Mooka ist wild und nicht in einem Raster angeordnet. Man muss es frei irgendwohin platzieren und danach konnte es sich dann entwickeln. Wenn man es dann entwickeln konnte oder es zuließ, das es das tat. Außerdem ist Mooka mit dem Kopf rund und böbbelig, was mir immer Schwierigkeiten bereitet. Und dann der wilde Stamm, der sich vor oder hinter anderen Mookas bewegt. Mein großes Problem.

Hier ein paar Bilder meiner Anfangs-Mookas:

So fing alles an 2017. Irre wie die Zeit vergeht…da war mein Mooka noch nicht so entwickelt wie jetzt. Große geschwungene Formen bereiten mir immer noch Schwierigkeiten. Meine Hand zittern immer etwas. Ich dachte immer, das geht durch Üben weg. Ist aber so geblieben.

Irgendwann kam ich besser klar mit der Form an sich. Dennoch habe ich hier wenig hintereinander gezeichnet.

Ich probierte auch das ganz klassische Mooka. Aber es ist nicht so meins.

Mooka kam dann regelmäßig in meinen Bildern vor, auch wenn ich immer noch so meine Schwierigkeiten hatte.

Bis vor einer Woche, wo ich dieses Tile hier malte. Im Auto. Hier würde Mooka auf einmal lebendiger. Und ich verliebte mich in die ganz kleinen Mookas. Es fiel mir auf einmal nicht mehr schwer, sie überall in die kleinen Zwischenräume zwischen den großen Mookas zu setzen. Ich setzte sie hintereinander und das ganz locker ohne Stress und Panik.

Ich brauchte für Mooka also über zwei Jahre. Aber es hat sich gelohnt. Mamchmal braucht es etwas Zeit.

Liebe Grüße, eure Sanne

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Durchhalten…Zentangle-to-go

Tangeln geht überall, wie ihr sicherlich wisst. Darum habe ich auch immer eine kleine Auswahl an Tiles, einen Stift und Tortillon und Bleistift in meiner Tasche. Immer wenn ich im Auto sitze und irgendwo länger warten muss, fange ich an zu tangeln.

Die Tiles lagen bis jetzt immer in meinem Kalender, die Stifte in einem kleinen Etui mit allem anderen Kram, den ich sonst noch so brauche.

Irgendwie gefiel mir das alles so aber nicht, weil ich ewig Stifte und Tortillon suchen musste und der Tortillon immer irgendwie schmutzig wurde. Also beschloss ich, mir ein Etui für alles zu besorgen. Da ich ja nähen kann, dachte ich mir, dass ich mir doch selbst ein Etui nähen kann. Also stöberte ich im Netz umher und suchte Inspiration. Ich kaufte Kunstleder ein und machte mich sorgfältig an die Arbeit. Ich gab mir richtig Mühe. Nahm Maß und machte mir mit Verzierungen Mühe, was sonst beim nähen eher weniger der Fall war😁.

Mein letztes Etui hatte eine Taschen für einen Bleistift. Allerdings flutschte der immer raus nach einiger Zeit. Also brauchte mein Etui einen Schutz dagegen und etwas mehr Platz für die Kleinigkeiten. Auch die Tiles sollten noch etwas mehr besser werden.

Ich war schon fast fertig mit dem Etui. Nur noch der Verschluss und Vorder-und Rückseite mussten zusammen genäht werden…….

Uuuuunnd dann hatte ich Probleme mit dem Verschluss.

Ich musste einen neuen kaufen, es half nix. Und da geriet das ganze Projekt ins stocken. Es hat Wochen gedauert, bis ich überhaupt den neuen Verschluss hatte. Danach überlegte ich, ob das zusammennähen der beiden Teile überhaupt funktionieren wird. Leder ist nicht wie Stoff und verhält sich anders weil es steifer ist.

Ich dachte irgendwann daran, mir eine andere, einfachere Tasche zu nähen. Das würde ja auch gehen. Ich sammelte schon neue Ideen, aber so richtig….OK, ich war zu faul für Etui 2.0.

An irgendeinem Tag, packte mich dann aber doch der Schweinehund und ich nähe alles zusammen. Und siehe da, es funktionierte doch.

Ich war sehr sehr begeistert und freute mich dann doch, nicht aufgegeben zu haben.

Und so sieht das ganze jetzt aus: mit der Schnalle hatte ich zum Schluss noch ein Problem. Ich musste den Riemen, an dem die Schnalle befestigt ist, einmal glatt abschneiden.

Hier das Etui geöffnet: Links ist Platz für den Liner und es gibt drei Steckplätze für Bleistift und Tortillon. Mit Anti-rausrutsch-Schutz. Rechts ein großes Fach für Tiles. Eigentlich sollte das so groß sein, daß auch die Apprentice Tiles reinpassen, aber leider passt es um ein paar Millimeter nicht. Aber egal.

Es hat sich also erstmal sehr gelohnt, das ich doch noch durchgehalten habe und versucht habe, das angefangene Projekt Etui zu beenden. Mein Zentangle-to-go❤️☺️. Ich bin sehr stolz und glücklich.

Liebe Grüße, eure Sanne

Tangeln im Mai…

Ich habe mir fest vorgenommen, von nun an wieder mehr zu posten. Also leg ich mal gleich los.

Das erste Bild zeigt Paradox mit Quandary und Puchong. Puchong ist das Muster in der Mitte und ich habe es in meiner Muster Sammlung entdeckt und wollte es ausprobieren. Auch Quandary (Muster rechts) wollte ich schon lange mal zeichnen. Quandary ist ein offizielles Muster und es war nicht so einfach für mich, es zu zeichnen. Das liegt daran, daß ich bei solchen Mustern schon den Anspruch habe, es soll bitte perfekt werden. Perfekt gleichmäßig. Das ist es natürlich nicht geworden, aber man sieht es nicht, wenn man das Bild anguckt, oder? Das finde ich toll. Paradox zu zeichnen macht super Spaß, aber das Muster kann ich immer schlecht irgendwo integrieren. Weil mir das theoretisch immer leid tut😁, dürfte es hier mit drauf. Mir gefällt es. Besonders weil es als Meta-Muster sein eigenes Leben hat, sobald man mehrere Paradoxe (?) nebeneinander zeichnet. Jenachdem, wie rum man es nebeneinander setzt, entsteht im Ganzen ein neues Muster. Ich liebe das. Paradox ist einfach zu zeichnen, man muss sich nur trauen☺️❤️.

Das Tile mag ich sehr gerne. Das Muster welches über den String rausragt heißt Amun und hat mir sofort gefallen. Es ist ganz einfach zu zeichnen und hat einfach Drama. Amy ist das Grid-Muster in der Mitte. Ich fand, die beiden passen gut zusammen🌷.

Das Tile ist im Rahmen einer Wochenaufgabe entstanden. Der String war vorgegeben und ich habe auf einem Renaissance-Tile gezeichnet. Ich hab mich am Anfang schwer getan mit dem String. Er gefiel mir von Anfang an nicht. Aber irgendwie doch. Ich schlenderte also eine Woche um die Wochenaufgabe rum und zeichnete dann los. Den String vorzuzeichnen ließ mich schon etwas verzweifeln. Als ich dann die Muster hinzu zeichnete, wollte ich schon aufgeben. Aber ich sage euch, es lohnt sich eigentlich immer weiter zu malen. Immer. Und dann kam das dabei raus☺️❤️. Ich mag es sehr.

Oh Jaaaa. Ein Gemstone. Ich hatte das Video von Vitruvian Art dazu schon länger gespeichert. Das Tile ist zwar noch lange nicht fertig, aber der Gemstone schon. Also zeige ich ihn euch. Ist er nicht wunderschön 😍😍😍😍? Ich bin soooo verliebt in ihn. Er ist leichter zu zeichnen, als wie er aussehen mag. Mit Hilfe der Videos habe ich schon ein paar ganz tolle Steine und Gemstones gemalt. Es ist wirklich nicht schwer. Ich zeige das Tile nochmal, wenn es fertig ist. Ich hoffe, ich vergesse es nicht😏😉.

Das Bild zeigt das Muster Libella. Ich hatte es auch schon länger abgespeichert und nun werde ich das Muster als Wochenaufgabe in unsere FB-Gruppe stellen. Es zeichnet sich super schön und ich bin gespannt, wie andere es zeichnen werden.

So, das waren alle Bilder der letzten Zeit.

Genießt die Sonne und tangelt schön. Liebe Grüße, eure Sanne🌷

Mein Zentangle

… Es ist wieder viel zu lange her, seitdem ich einen Blogbeitrag geschrieben hab. Das möchte ich gerne wieder ändern.Einige meiner Bilder, oder früher eher alle, findet man in diversen Gruppen bei Facebook, auf Instagram, in diesem Blog und auf meiner privaten Seite. Doch warum mache ich das eigentlich?Ich habe mir früher immer ein Hobby gewünscht oder ein Talent, in dem ich mich ausdrücken kann und ich das auch nach außen tragen kann. Mir ist erst später aufgefallen, daß ich das auch mit meinen Zeichnungen tue. Manchmal empfinde ich ein Tile als sehr wild oder als sehr sehr zurückhaltend. Ich mag das sehr, das man in meinen Zeichnungen sehen kann, wer ich eigentlich bin. Zumindestens erkenne ich mich darin oft wieder.In der letzten Zeit sind ein paar Tiles entstanden, die ich nicht veröffentlichen wollte. Warum? Weil ich es nicht muss. Und das ist das wundertollste😁 daran. Ich muss nicht. Es sind meine Zeichnungen und es sind nicht einmal die, die mir nicht gefallen, die ich nicht gezeigt habe. Mir gefallen alle meine Bilder. Manchmal hatte ich das Bedürfnis einfach leiser zu sein und dann verschwanden die Tiles ungezeigt der weiten Welt in meinen Sammelordner.

Zentangle ist eine Methode, die einen zurück bringt zu den Wurzeln und die einen Kreativität aber auch einfach zurück bringt. Und diese Methode hat einfach einen anderen Hintergrund und verfolgt nicht in erster Linie das Zeigen nach Außen. Das finde ich besonders schön. Genauso wie, das es keine Fehler gibt. Auch wunderschön und wertvoll für mich.

Manchmal sitze ich da so zwischen den Stühlen, weil ich gerne meine Bilder zeige um diese Methode weiterzutragen…in die Welt. Aber ich mache das so, wie ich entspannt damit bin.Also zeige ich jetzt hier mal ein Bild, was nirgendwo anders zusehen ist. Es ist ganz klein und unscheinbar auf einem Bijou Tile. Hier sieht man eins meiner Lieblingsmuster, Pepper (das runde Gebilde) zusammen mit Arukas (oben links) und zwei Phicops. Ich hab einfach rumprobiert ohne groß nachzudenken.

Und hier noch eins von heute früh, Paradox. Als ich anfing, musste ich an Tag und Nacht denken und zeichnete einmal in weiß und einmal in gold.

Ich denke, ich werde demnächst noch ein Post mit den Tiles der vergangen Tage/Wochen/Monate machen.

Bis dahin, liebe Grüße, eure Sanne

Puuuh…lang lang ist es her

… seitdem ich was gepostet habe. Ich will auch gar nicht lange quatschen😁. Ich fang gleich an.

Aktuell bin ich mit dem Zenuari2019 beschäftigt. Jeden Tag im Januar ein Zentangle-Bild zeichnen. Da ich letztes Jahr den Inktober nicht mitgemacht habe, oder eher gesagt abbrechen musste, wollte ich den Zenuari wenigstens mitmachen. Initiiert hat das Anoeska Waardenburg (zu finden bei FB unter Vrij Expressief). Es gibt ein Ebook mit den täglichen Aufgaben und jede Woche hat ein paar kleine Auswahlmöglichkeiten an Möglichkeiten zur Gestaltung. Man muss sich nicht daran halten, aber es macht super Spaß.

Ich lade jetzt mal alle Bilder rein, die bis jetzt entstanden sind:

Thema Party. Musste schön bunt.

Thema Sterne. Ich mag das sehr. Ich liebe das Muster Sandswirl.

Thema Monotangle. Was eignet sich da am besten, als mein Lieblingsmuster Aquafleur. Ich habe mich damals sofort in das Muster verliebt, es aber kaum gemalt weil es sich für mich schlecht kombinieren lässt. Dachte ich. Stimmt nicht. Ich möchte mich später noch mal daran versuchen.

Thema Big. Das ist ein neues Muster, welches ich ausprobiert habe. Ich mag es sehr und ich liebe es, Muster groß zu zeichnen. Sie sind auch herangezoomt einfach toll.

Thema hint of a tint. Ich habe hier das erste Mal meine Auqarellstifte ausprobiert. Ich bin überwältigt von der Klarheit der Farbe.

Thema blind String. Jep, ein Bild was echt viele likes bekommen hat. Was ich damals kaum verstanden hab. Für mich war das Bild nicht gelungen. Es sollte anders werden. Aber ist so geworden, wie es ist. Und ich muss immer etwas schmunzeln weil ich es eigentlich immer noch nicht mag aber soviele Leute sehen das anders. Verkehrte Welt 😁❤️

Thema 2 Farben. Hier müsste es schnell gehen an dem Tag. Das Muster ist von Thomas Padros. Ich muss es unbedingt öfter zeichnen.

Thema rahmenlos. Es ist ein glücklicher Käfer entstanden😂. Ich liebe es. Bijou Tile.

Thema new to me tangle. Es ist toll, mehr will ich nicht sagen. Es gab ein Tile mit dem Hauptmuster, was noch nicht fertig ist. Ich habe gemerkt, dass das Muster auf einem normalen Tile viel Zeit braucht und die hatte ich nicht 😁 ich war sooooo ungeduldig den Tag. Also alles nochmal auf einem Bijou Tile.

Thema…ich erinnere mich nicht. Noch ein neues Muster. Das ist ein originales Muster von Zentangle. Mir war das vorher nie aufgefallen.

Thema der andere String. Hier ganz zart in blau zu sehen. Es gibt sooooo vielw wunderschöne Muster wenn ich das Tile sehe. Leider kann ich sie mir nie alle merken.

Thema Grid-Tangles: ich wollte kurz mal am Anfang, in der Mitte und ja auch am Schluss, abbrechen. Ich mag es, gut das ich es beendet habe.

Das ist mir hier jetzt rein gerutscht😁, es darf bleiben. Ein Tile aus der Wochenaufgabe Fragment unserer FB-Gruppe. In Gold.

Thema Getränke String😁👌: OK, ich am Thema vorbei. Ich trinke ja keinen Kaffee oder viel Tee und wir sollten mit unserem Getränk einen String basteln. Ich probierte mit dem Tee meiner Schwiegermutter und einem roten Saft. Beides ging nicht. Ich dachte, naja, dann lasse ich den Tag halt aus. Bis ich beim Mittag Rotkohl in mich hinein schaufelte und dachte, ich könnte ja etwas Saft davon aus dem Topf………

Mein Zimmer roch also nach Rotkohl…undnich war sehr fasziniert, das der Saft blau wurde anstatt lila.

Thema idol tangle: eine ehrfürchtige Aufgabe. Wir durften den Stil von jemanden kopieren, den wir bewundern. Ich war wirklich mit Ehrfurcht bei der Sache. Ich kopiere nicht gerne, bewundere aber den Stil von Zen Linea. Also widmete ich mich ihrem Video und das kam dabei raus. Ich habe einiges gelernt❤️

Warum ich ihren Stil mag? Weil sie alles das macht, womit ich mich schwer tue: sie zeichnet Muster großund harmonisch in tollen Kombinationen und sie setzt so wunderschöne Farbakzente. Es wR mir ein Vergnügen, das auszuprobieren.

Thema Donut: ich wollte ihn rosa, wie die Glasur auf einem Donut😁

Thema Mini-Tangle: ich war etwas ratlos und nicht kreativ an diesem Tag. Sieht man das? Nein. Ich weiß gar nicht wie das Muster heißt…jedenfals sah ich es in einem Video von Rick und Maria vom Projekt Pack. Ich fand das am Anfang echt langweilig….bis sie es schattierten. Dann war es um. Mich geschehen.

So, das waren erstmal alle bis jetzt❤️😁. Ich hänge jetzt 2 Tage hinterher, aber nun ist Wochenende und ich hole das nach.

Liebe Grüße und bis bald, eure Sanne

Home…

Es gab eine Zeit, die ist noch gar nicht so lange her, da fand ich mich echt eigenartig. Wirklich.

Wenn man irgendwann mal an dem Punkt steht und sich genauer betrachtet, kommt man irgendwie nicht drum herum, dass man sich richtig blöde findet. Ich fand mich früher schon irgendwie komisch. Aber wenn man in einem bestimmten Alter ist, nimmt das ganze noch andere Dimensionen an, finde ich. Gerade wenn man etwas von der Welt hier draußen möchte. Und wenn man anfängt sich zu reflektieren. Schlimmes Wort.

In den letzten Jahren, nach der Geburt meiner Tochter, sah ich mich folgendermaßen: ich bin ganz nett, okay, aber ich bin viel zu emotional in beide Richtungen, ich bin zu sensibel, zu schüchtern, ich kann mir Sachen schlecht merken, ich zerdenke zu viel. Das ganze lässt sich ewig aufdröseln und ich kenne von mir sicher zig Geschichten hinter jeder Charaktereigenschaft, die mir unglaublich peinlich und unangenehm sind. Eigentlich passierten mir damals täglich irgendwelche Dinge, wo ich mir hinterher an die Stirn fasste und daran dachte, wie lächerlich ich mich gemacht hatte. Ich stellte mir also grundsätzlich immer eine schlechte Bilanz aus. 6 setzen!

Was ich damit tat und tue, merkte ich erst gestern richtig. Ich verwischte meine Selbstwahrnehmung total. Es ist interessant, wenn man mal mit anderen Leuten spricht und die einen erzählen, wie stark und gesetzt man doch rüber kommt. Ich muss jetzt noch darüber lachen, ich bin doch so klein mit Hut.

Seit Anfang des Jahres, arbeite ich an mir, wenn man das so sagen kann. Nein kann man nicht. Ich lerne mich kennen. Klingt doof, ja. Ist aber nicht anders zu beschreiben. Nun war ich ja da. Also machte ich im Alltag mehrere Bestandsaufnahmen von mir. Und da ich begriff , dass ich mich wohl einfach nicht ändern kann… weil ich bin ein emotionaler Mensch, überlegte ich mir mal, warum das eigentlich eine schlechte Eigenschaft sein sollte und/oder was ich damit anfangen könnte.

Lange überlegte ich, ob ich bestimmte Dinge nicht abschalten könnte, mich verändern könnte. Das kann ich natürlich nicht. Ist auch nicht nötig. Ich mag das mittlerweile sehr an mir. Aber egal. Je weiter ich mich ansah, je mehr kam ich damit auch klar. Ich akzeptierte mich langsam aber sicher. Auch meine Fehler. Ich bin einfach ein Mensch, der sich vorbereiten muss. Ich brauche Zeit beim rechnen, ich kontrolliere mich selbst gerne beim rechnen. Manchmal auch 5 mal. So bin ich. Andere Leute schätzen das sogar an mir, ist schon witzig.

Es muss vorgestern gewesen sein…ich saß in einem Auto voller Leute, die so waren wie ich sei wollte. Stark, intelligent, und ich wollte sie beeindrucken. Jeden Tag versuchte ich das. Ich bin jung und sie sind so weise, wissen sich zu bewegen in Gruppen. Jedenfalls guckte ich aus dem Fenster und dachte daran, dass ich in mir doch am meisten zuhause bin.

Ich kann mich gut leiden. Ich weiß das ich so uns so und auch etwas davon bin. Aber genau das macht mich für mich planbar. Ich mag mich, weil ich weiß wer ich bin. Ich weiß das ich dann und dort aufgeregt bin. Ich weiß das ich in jener und solcher Situation emotional reagiere. Und ich mag das, weil ich weiß das ich es bin. Das war eine sehr wichtige Erkenntnis für mich. Ich kenne mich. Ich habe alle dunklen Seiten von mir gesehen, auch wenn ich sie erst nicht sehen wollte. Sie erschrecken mich nicht mehr.

Und ja, keiner braucht mir mehr das Gefühl geben, es wäre falsch so zu fühlen und so zu sein wie ich eben bin. Und ich will das auch nicht mehr so sehen. Ich bin in mir zuhause.

Liebe Grüße, eure Sanne.

Freiwilligkeit die 2.

Hufe machen stand letztes Wochende wieder an. Dafür, daß ich drei Tage frei hatte, viel mir das leider reichlich spät ein. ZEIT zu haben, macht es ja einfacher. So latschte ich also Sonntags los, und wollte beide Hufe machen.

Ich kam also nach dem Mittagessen bei den Pferden an und sie fraßen noch. So ein Mist dachte ich. Sicher, Halfter raus, Pferd angebunden, und loslegen…wenn man das so wollte…

Ich wollte aber nicht. Ich wollte es frei machen. Also stellte ich alles hin und setzte mich. Und ich wartete. Und wartete. Cody fraß. Mindestens eine Stunde. OK, ich hatte das verstanden. Das Fressen war ihm wichtiger. Das ist OK. Schließlich fressen Pferde die meiste Zeit des Tages. Das ist nur natürlich. Passte aber genauso natürlich nicht in meinen Tagesablauf und meinen Plan.

Viele mögen jetzt den Kopf schütteln. Mache ich auch ab und zu, wenn ich überlege, was ich hier so mache. Aber ich will sehen, was passiert. Also schütteln wir einfach weiter die Köpfe und warten gemeinsam ab. Kann man gleichzeitig machen 😁

Es wurde 13.30 Uhr und nichts passierte. Ich saß jetzt 1,5 Stunden rum ohne was zustande zu bringen. Cody bewegte sich, als es mir schon egal war. Er schnupperte am Hufbock und stellte sich etwas abseits. Meine Chance, wenigstens die Trachten etwas zu richten, dachte ich. Besser als nix. Cody ließ das anstandslos frei über sich ergehen. Super, feilen, vielleicht geht’s ja doch ganz gut und schnell. Wenn ich jetzt schon hier bin. Ich ließ Cody an der Feile schnuppern und er machte einen Schritt nach vorne. OK, dachte ich. Er will nicht. Ich versuchte es nochmal, er ging wieder einen Schritt vorwärts. OK. Dann später. Ich machte den anderen Huf. Wieder zuerst mit dem Hufmesser. Kein Problem. Dann die Feile. Zack, er ging weg. Weit weg.

Beendet.

So ist das mit der Freiwilligkeit. Sie ist und bleibt, was sie ist. Freiwillig….das steckt ja das Wort „frei“ drin.

Ich habe darüber nachgedacht. Nur kurz. Denn es war ok für mich. Cody geht es im Moment mit den Hufen etwas schlechter. Das sind Phasen. Er hat damals in einer Tierkommunikation gesagt, er mag das feilen nicht. Es tut ihm weh. Das war damals in der akuten Phase. Ich denke, es war hier nicht anders. Er kennt das feilen. Ich mache mir keine Sorgen. Aber ich denke, er wusste, was er brauchte. Und das war diesmal einfach nicht das feilen. Pferde wissen, was wir tun und wissen, was ihnen gut tut und was nicht. Wir müssen bloß zuhören.

Da es sich hierbei um eine notwendige Sache, aber keine, die lebensnotwendig ist und noch eine Woche warten kann, gebe ich ihm Zeit. Gestern ging es ihm wieder besser. Ich weiß das er mich feilen lässt wenn ich danach fragen würde.

Liebe Grüße, eure Sanne

Gemischtwarenblog: Zentangle, Pferde, Nähen,…